Senfsorten im Handel

Senfsorten im Handel

Im Handel findet man milden Tafelsenf, mittelscharfen Delikatess-Senf, Süßen Senf und Scharfen Senf sowie Senf, der mit Kräutern und Früchten aromatisiert ist.

Senfsorten im Handel
Senf im Handel: Das Angebot ist riesig. Unterschiedliche Regionen und Zubereitungsarten finden sich in dem Namen der Senfsorte wieder. Es gilt wie bei vielen Lebensmitteln: Je naturbelassender der Senf ist, umso gesünder ist das Endprodukt.

Bordeaux-Senf

Tafelsenf wird aus Senfsamen (Mahlgrad unter 30 mm), Essig, Wasser, Salz und Gewürzen hergestellt. Die nur wenigen Zutaten spiegeln sich im Geschmack wieder. Er ist nicht überragend. Deshalb wird Tafelsenf in der Regel zum Kochen und zum Verfeinern von Soßen verwendet. Tafelsenf ist in feiner und gröberer Konsistenz erhältlich und wird oft mit Kräutern, Obst oder Spirituosen aromatisiert.

Dijon Senf

Zur Herstellung von Dijonsenf werden schwarze oder braune entölte Senfsamen, mitunter auch von Sareptasenf, verwendetet. Die Senfkörner werden gesiebt und nicht gemahlen und anschließend in Weinessig vorgequollen, passiert und von ihren Schalen befreit. Der Reifeprozess der Senfpaste erfolgt mit Kochsalz und Gewürzen. Dijonsenf ist hellgelb und hat einen scharfen, salzigen Geschmack. Der Senf ist der fetteste Senf unter den angebotenen Senfarten, denn lediglich der nicht entölte Senfkern wird verarbeitet. Wie das bayerische Bier wird Dijon-Senf nach einem Reinheitsgebot gefertigt.

Düsseldorfer Mostert

Düsseldorfer Mostert besteht aus gelber und brauner Senfsaat und ungefilterten Branntweinessig. Zu seinen Ursprüngen 1726 wurde anstatt Branntwein ungefilterter Traubenmost verwendet.

Englischer Senf

Englischer Senf ist scharfer Senf, dessen Schärfe allein durch die Senfsamen zustande kommt. Durch den Zusatz von Zucker entsteht ein süßlich scharfer Geschmack. Englischer Sens entsteht aus dunklem Senf. Er wird mit hellem Senf gemischt, damit die Schärfe länger vorhält. Zusätzliche Gewürze wie Chili oder Pfeffer sollten die eigentliche Schärfe nicht überdecken.

Estrogonsenf

Estrogonsenf mit glatter Konsistenz besteht aus hellen Senfsamen mit einem Mahlgrad zwischen 30 -40 mm. Der Geruch von Estragonsenf erinnert an Essig. Er hat nur eine geringe Schärfe und schmeckt mit einem Grundgeschmack nach Salz würzig aromatisch. Estrogonsenf eignet sich für die meisten Speisen.

Japanischer Senf

Kona Karashi wird in der Regel als Senfpulverangeboten. Der japanische Senf wird bei Bedarf 1: 1 mit Wasser zu einer Paste verrührt. Weil der Essig fehlt, schmeckt der Senf sauer, ein wenig bitter und scharf.

Kremsersenf

Kremsersenf wird aus dunklen und hellen Senfsamen gewonnen. Nach dem Vorquellen mit Wein- oder Gärungsessig erfolgt das Vermahlen. Nach dem Mahlen sind die dunklen Schalenteile noch erkennbar. Kremsersenf wird mit viel Zucker versetzt. Er schmeckt süßlich und mild. Und wird daher als Süßer Senf bezeichnet.

Mostrich

Als Mostrich wird Senf bezeichnet, bei dem zur Herstellung anstatt Essig unvergorener Traubensaft verwendet wurde. Bei der Herstellung werden mit Läuterzucker und Senföl kandierte Früchte eingelegt.

Mosarda die Frutta

Mosarda die Frutta bezeichnet eine Senfsorte mit einer süßscharfen Geschmacksnote.

Rotisseur-Senf

Rotisseur-Senf ist eine Sammelbezeichnung für hitzeunempfindlichen Senf, der sich beispielsweise zum Würzen von Grillfleisch eignet.

Sareptasenf

Sareptasenf wird ausschließlich aus Sareptasamen hergestellt. Weitere Zutaten sind Weinessig, Salz, Gewürze und Zucker. Sarpretasenf ist ein milder Senf, der vor der Verarbeitung geschält, aber nicht entölt wird.